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Roboter in der Pflege


Foto von Pavel Danilyuk

Der Mangel an Pflegefachkr√§ften ist allgegenw√§rtig, eine kurzfristige L√∂sung nicht absehbar. Was w√§re, wenn man zur Entlastung k√ľnstliche Intelligenz einsetzen w√ľrde? Alles Zukunftsmusik? Keineswegs, denn in einigen Pflegeheimen werden Roboter bereits zur Unterst√ľtzung eingesetzt. Welche Chancen, aber auch welche Risiken sich dadurch ergeben, erfahren Sie hier.

Die zunehmende Automatisierung in unserem Alltag ist allgegenw√§rtig. Ob im Bereich Logistik, Automobilit√§t oder Kundenbetreuung ‚Äď √ľberall ersetzen mittlerweile Programme und Maschinen die Arbeit, die zuvor von Menschen erledigt wurde. Aber auch in sozialen Bereichen wie dem Gesundheitswesen zeichnet sich diese Entwicklung ab. In deutschen Pflegeeinrichtungen oder Krankenh√§usern liefen und laufen bereits Pilotstudien.


Welche Möglichkeiten gibt es?

Von einigen dieser digitalen Gef√§hrten haben Sie m√∂glicherweise schon geh√∂rt. So gibt es beispielsweise die kuschelige Robo-Robbe Paro, die insbesondere bei Demenzkranken eingesetzt wird und dabei viele Sympathien f√ľr sich gewinnt. Obwohl sie mit ihrem flauschigen Fell und den gro√üen Kulleraugen eher weniger an einen Roboter erinnert, ist sie genau das. Denn sie spendet nicht nur Komfort, sondern erkennt auch Gesichter, Verhaltensmuster und lernt auf diese zu reagieren. So sollen die Emotionen von in sich gekehrten Patienten angesprochen werden, sodass diese sich √∂ffnen k√∂nnen.

Etwas anders sind die Roboter Pepper und Care-O-bot. Beide sind Assistenzsysteme, die zwar ebenfalls Patienten unterhalten und im Falle von Pepper mit ihnen kommunizieren k√∂nnen, aber auch die Pfleger bei Routinearbeiten unterst√ľtzen und beispielsweise den Transport von Essen oder Ger√§tschaften √ľbernehmen.


Chancen und Grenzen

Durch den Einsatz der digitalen Gef√§hrten oder Helfer ergeben sich einige Chancen, aber auch Risiken und Grenzen. So k√∂nnen Pflegekr√§ftige auf diese Weise durchaus entlastet werden. Transporte, ‚ÄěBoteng√§nge‚Äú oder andere Routineaufgaben k√∂nnen durch den Roboter ausgef√ľhrt werden. Das bedeutet, dass Fachkr√§fte ihre Zeit besser und effektiver nutzen und genau dort eingesetzt werden k√∂nnen, wo sie gebraucht werden ‚Äď n√§mlich direkt an den Pflegebed√ľrftigen. Da die Assistenzroboter auch bei allt√§glichen Aufgaben wie der Nahrungsaufnahme oder der K√∂rperhygiene unterst√ľtzen k√∂nnen, f√∂rdern sie zudem die Selbstst√§ndigkeit der Pflegebed√ľrftigen.

Am Beispiel der Robbe Paro konnte festgestellt werden, dass die Interaktion mit dem flauschigen Heuler Stress abbauen, die Stimmung heben und zu einem gewissen Grad auch Einsamkeitsgef√ľhlen vorbeugen kann. Genau hierin liegen aber auch die Grenzen der Technik: Sie kann die so wichtige menschliche Interaktion nicht ersetzen. Wenn sie jedoch richtig ‚Äď das hei√üt ausschlie√üend unterst√ľtzend ‚Äď eingesetzt wird, hat sie gro√ües Potenzial. Gleichzeitig sollte man sich dar√ľber im Klaren sein, dass auch die k√ľnstliche Intelligenz nicht in der Lage ist, die Probleme im Gesundheitswesen zu l√∂sen.

Dar√ľber hinaus stellen die Roboter eine teure Investition dar, die nicht auf Kosten anderer gehen darf. Auch in Bezug auf den Datenschutz gibt es noch Kl√§rungsbedarf.

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